Freeclimbing

Beim Freeclimbing oder Freiklettern, darf man zum Vorwärtskommen am Fels oder der Kletterwand nur die Hände und Füße benutzen, jedoch keine Kletterhilfen. Kletterhilfen wären zum Beispiel Seile und Haken. Zum Absichern dürfen diese jedoch verwendet werden. Zum Freiklettern zählen das Sportklettern, Bouldern, das traditionelle sächsische Freiklettern und das alpine Freiklettern.

Wenn man im Gegensatz dazu Hilfsmittel zum aktiven Vorankommen benutzt, nennt man das technisches Klettern. Freiklettern wird häufig verwechselt mit „Free-Soloklettern“, bei dem allerdings selbst zum Absichern keine Hilfsmittel verwendet werden. Das „Frei“ im Begriff „Freiklettern“ bedeutet also „frei von technischen Hilfsmitteln zur Fortbewegung“ und nicht „frei von Sicherungsmitteln“. Die Leistung an sich ist bereits sehr heldenhaft – sich nicht zu sichern und ein lebensbedrohliches Risiko einzugehen, macht dagegen keinen Helden aus.

Mit dem Freiklettern begonnen wurde 1890 in der Sächsischen Schweiz. Dieses Klettergebiet liegt nicht in der Schweiz, wie man meinen könnte, sondern in Deutschland, im Bundesland Sachsen. Es gehört zum Elbsandsteingebirge. Der Kletterstil wurde später auch in anderen Gebieten übernommen und von einem sächsischen Bergsteiger sogar in den USA eingeführt. In ganz Europa wurde das Freiklettern im Laufe der Zeit immer beliebter. In Deutschland förderte Kurt Albert das Freiklettern 1975 unter dem Begriff „Rotpunkt-Klettern“. Jede Kletterroute, die ohne Hilfsmittel gemeistert wurde, kennzeichnete er mit einem roten Punkt am Einstieg der Kletterroute. Vielleicht entdeckst du ja mal so einen Punkt am Fels.