Apnoetauchen

Beim Apnoetauchen (auch Freitauchen genannt) darf der Taucher kein Sauerstoffgerät benutzen – er atmet vor dem Abtauchen ein und hat nur diesen einen Atemzug. Den Zeitraum des Luftanhaltens bezeichnet man als Apnoe. Das Wort stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Nicht-Atmung“.
Apnoetauchen ist die älteste Form des Tauchens. Auf diese Weise wurden bereits in der Steinzeit Muscheln gesammelt oder Fische gejagt. Heute ist Apnoetauchen ein Freizeit- und Wettkampfsport.

Du kannst dir sicherlich denken, dass dafür ein ausdauerndes Training erforderlich ist. Nur mit ganz gezielten Übungen kann man den natürlichen Atemreiz verzögern und den lebenswichtigen Sauerstoffgehalt im Blut hochhalten. Ganz wichtig ist es auch über die Nasennebenhöhlen und das Mittelohr für einen Druckausgleich zu sorgen. Denn der Wasserdruck steigt in der Tiefe und wirkt so stark auf den Körper ein, dass der Taucher ohnmächtig werden könnte.

Beim Wettkampf unterscheidet man zwischen Pool- und Tieftauchdisziplinen. Im Pool misst man die Zeit oder Strecke, die ein Taucher unter Wasser zurücklegen kann. Beim Tieftauchen kommt es, wie das Wort schon sagt, auf die erreichte Tiefe an. Aber auch hier gibt es unterschiedliche Varianten: mit und ohne Flossen, mit und ohne Seil, an dem sich der Taucher orientieren kann – und sogar eine Variante, bei der der Taucher mit Hilfe eines sogenannten Tauchschlittens am Seil nach unten gezogen wird.

Damit du dir das besser vorstellen kannst, hier ein paar Rekorde:

  • Zeittauchen im Pool: 11 Minuten und 35 Sekunden
  • Streckentauchen im Pool mit Flossen: 281 Meter
  • Tieftauchen, je nach Variante: 101 bis 214 Meter

Sehr beeindruckend! Findest du nicht auch, dass das eine heldenhafte Leistung ist?