Arktisforscher

Minus 40 Grad, Stürme mit 80 Kilometern in der Stunde, Eisbären schleichen um die Hütten,  es ist stockdunkel: Arktisforscher haben meist einen ziemlich ungemütlichen Arbeitsplatz, der sich auch noch täglich um einige Kilometer verschiebt, weil er sich auf einer Eisscholle befindet. Um sich vor der unglaublichen Kälte zu schützen, müssen sich die Helden des Eises verdammt warm anziehen: lange Unterhosen, Jeans, T-Shirt, Hemd, Pullover, Weste, dicker Daunenanzug, Gesichtsmaske und spezielle Stiefel. Da kommen gut und gerne zwölf Kilogramm Bekleidung zusammen.
 
Rausgehen sollte man trotzdem so wenig wie möglich. Allerdings ist dies natürlich unvermeidlich, wenn etwa Brennstoff von einem Depot geholt, fotografiert oder etwas gemessen werden muss. Dann kann es sein, dass die Forscher auch mal einige Stunden im Freien unterwegs sind. Und warum tun sich so etwas an? Zum Beispiel um die besonderen Tierarten der Arktis zu studieren – oder auch um wichtige Messungen durchführen zu können. Für die Experten sind Wetter-Daten aus der Arktis von immenser Bedeutung, da die Polarregionen als "Frühwarnsysteme" für Temperaturveränderungen und - störungen auf der ganzen Welt gelten. Mit Hilfe der Messergebnisse lassen sich sehr exakte Klimamodelle erstellen. So können wir besser abschätzen, ob und wie schnell sich unsere Erde erwärmt und Maßnahmen dagegen einleiten.